Bug Bounty bei AGIBO – Hardware & IoT Hacking

Wir werden dafür bezahlt, Geräte zu hacken. Im Rahmen von Bug-Bounty-Programmen nehmen wir elektronische Alltagsgeräte und Haushaltsgeräte auseinander, löten ihre Platinen um, lesen Firmware direkt vom Chip aus und suchen gezielt nach Sicherheitslücken im Programmcode – mit dem Ziel, Hersteller frühzeitig auf Schwachstellen hinzuweisen, bevor Kriminelle sie ausnutzen.

Vergütete Sicherheitsforschung
Hardware-Hacking
IoT-Sicherheit
Responsible Disclosure

Was ist eigentlich Bug Bounty?

Legales Hacking gegen Bezahlung

Bug-Bounty-Programme werden von Herstellern, Plattformen oder unabhängigen Vermittlern ausgeschrieben: Sicherheitsforscher dürfen – innerhalb klar definierter Regeln – gezielt nach Schwachstellen in Produkten, Software oder Geräten suchen. Wird eine echte Sicherheitslücke gefunden und verantwortungsvoll gemeldet (Responsible Disclosure), zahlt der Hersteller dafür eine Prämie – je nach Schweregrad der Lücke von wenigen hundert bis zu mehreren zehntausend Euro.

Kurz gesagt: Wir verdienen Geld damit, Dinge zu hacken – legal, mit Genehmigung und im Interesse der IT-Sicherheit aller Nutzer, die diese Geräte oder Software später einsetzen.

Unsere Spezialität: Hardware- und IoT-Geräte

Während viele Bug-Bounty-Programme sich auf Webseiten oder Apps konzentrieren, hat sich AGIBO auf die Analyse von physischer Hardware spezialisiert: smarte Haushaltsgeräte, IoT-Geräte und Elektronik, wie sie heute in nahezu jedem Haushalt und Unternehmen zu finden sind.

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Teardown & Platinen-Analyse

Geräte werden vollständig zerlegt, Platinen freigelegt und Chips identifiziert.

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Umlöten & Chip-Zugriff

Speicherbausteine und Controller werden umgelötet, um direkten Zugriff auf Firmware und Daten zu erhalten.

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Firmware-Extraktion

Firmware wird ausgelesen, entpackt und auf Schwachstellen im Programmcode untersucht.

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Kommunikations-Analyse

WLAN-, Bluetooth- und Cloud-Kommunikation der Geräte wird auf Schwachstellen und mangelnde Verschlüsselung geprüft.

Danach ist das Gerät meistens Schrott

Der Preis der Sicherheitsforschung

Um wirklich an die Firmware und Hardware-Sicherheit eines Gerätes heranzukommen, reicht ein Blick von außen nicht aus. Wir öffnen Gehäuse, löten Chips direkt von der Platine, greifen über UART-, SPI- oder JTAG-Schnittstellen zu, manipulieren Spannungen und lesen Speicherbausteine aus, die eigentlich nie wieder ausgebaut werden sollten. Das Ergebnis dieser extremen Manipulation: Das untersuchte Gerät funktioniert danach in aller Regel nicht mehr – es ist Schrott. Genau dieser Aufwand ist es aber, der reale, tief in der Firmware verborgene Schwachstellen überhaupt erst sichtbar macht.

🧹 Staubsaugerroboter
💡 Smarte Glühbirnen
🔌 WLAN-Steckdosen
📷 IP-Kameras
☕ Smarte Kaffeemaschinen
🌡️ Thermostate

Warum eine 5-Euro-Glühbirne ein ganzes Unternehmen gefährden kann

Viele smarte Glühbirnen, Steckdosen und andere kleine IoT-Geräte basieren auf günstigen WLAN-Chips (z.B. ESP8266/ESP32) und werden – ab Werk oder durch nachträgliches Flashen – mit offener, freier Firmware wie Tasmota betrieben. Tasmota selbst ist ein solides, weit verbreitetes Open-Source-Projekt. Das Problem liegt fast immer in der Konfiguration:

  • Web-Interface ohne Passwortschutz, offen im Firmennetz erreichbar
  • Keine Trennung vom übrigen Unternehmensnetzwerk (kein eigenes IoT-VLAN)
  • MQTT- oder HTTP-Schnittstellen ohne Authentifizierung
  • Werkseitige oder nie geänderte Standard-Zugangsdaten
  • Keine Firmware-Updates, da niemand im Unternehmen das Gerät als „IT“ wahrnimmt

Genau das macht eine unscheinbare Glühbirne im Shadow-IoT-Bereich so gefährlich: Sie wird von der IT-Abteilung oft gar nicht als Endgerät erfasst, läuft aber dauerhaft und unbeaufsichtigt im internen Netzwerk. Für einen Angreifer ist ein ungesichertes Tasmota-Gerät ein idealer Erstzugang: von dort aus lässt sich das interne Netzwerk scannen, es lassen sich Zugangsdaten aus dem WLAN mitschneiden oder ein dauerhafter, kaum bemerkter Fuß in der Tür etablieren – lange bevor jemand auf die Idee kommt, ausgerechnet die Beleuchtung im Besprechungsraum zu überprüfen.

Unsere Methodik

  • Geräteauswahl & Zieldefinition

    Auswahl relevanter Geräte, oft im Auftrag von Herstellern oder im Rahmen eigener Forschung.

  • Hardware-Teardown

    Vollständige Zerlegung, Identifikation von Chips, Schnittstellen und Testpunkten auf der Platine.

  • Firmware-Extraktion

    Auslesen der Firmware über Chip-Zugriff, UART, SPI oder JTAG – meist irreversibel für das Gerät.

  • Code- & Protokoll-Analyse

    Statische und dynamische Analyse von Firmware, Kommunikationsprotokollen und Cloud-Anbindung.

  • Verantwortungsvolle Meldung

    Gefundene Schwachstellen werden strukturiert dokumentiert und im Rahmen von Responsible Disclosure an den Hersteller gemeldet.

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet

Unsere Bug-Bounty-Arbeit ist nicht nur Forschung um ihrer selbst willen – sie zeigt exemplarisch, wie leicht unscheinbare Alltagsgeräte zum Sicherheitsrisiko werden können. Als Unternehmen profitieren Sie doppelt: Zum einen fließt unser Wissen über reale Hardware- und IoT-Schwachstellen direkt in unsere Beratung und Audits ein. Zum anderen sensibilisieren wir Sie dafür, welche unscheinbaren Geräte in Ihrem eigenen Netzwerk heute schon ein Einfallstor sein könnten – von der smarten Glühbirne bis zum Saugroboter im Chefbüro.

Sie möchten wissen, welche IoT-Geräte in Ihrem Netzwerk ein Risiko darstellen?

Sprechen Sie mit uns über ein IoT-Security-Assessment oder unsere Bug-Bounty-Expertise.